Vor über fünf Jahren, am 31.08.2013 haben sich über 10.000 Menschen in Berlin zusammengefunden und länderübergreifend gemeinsam gegen Homophobie und Transphobie demonstriert. Damals war der Anlass unserer Entrüstung, die gerade erlassene russischen Anti-Homosexuellen-Propaganda-Gesetzgebung. In den vergangenen zwei Jahren ist aus dieser Demonstration eine ständig wachsende Community entstanden. Eine Community, die täglich auf Homo- und Transphobie aufmerksam macht. Aus 7 Unterstützern sind in dieser Zeit über 100 000 geworden, die gemeinsam weltweite Aktionen und Kampagnen gegen Menschenfeindlichkeit begehen. Die sich dafür stark machen, Menschen jeder sexuellen Orientierung und Identität zu unterstützen und für eine offene und plurale Gesellschaft eintreten. 

 

Homophobie und Transphobie wird heute in unserer Gesellschaft offen diskutiert. Die vollständige Gleichberechtigung von LGBTI* (also von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und inter-queeren-, sowie Trans*Menschen) in Deutschland und ihre strafrechtliche Verfolgung und gesellschaftliche Ausgrenzung in über 70 Staaten der Welt, werden Dank sozialer Netzwerke, nun auch weltweit diskutiert. Seit August 2013 hat sich die Gesetzeslage in vielen Staaten der Welt verbessert. Der Minderheitenschutz und die Ausgrenzung und Verfolgung von LGBTI* wird auf Konferenzen der EU und der UN aktiv besprochen und eingefordert. Unternehmen haben den Schutz von Minderheiten gestärkt und die Geschlechtervielfalt hält Einzug in die Aufklärungsarbeit unserer Bildungsträger. Homophobie, also die unbegründete Angst vor homosexuellen Menschen, Rassismus und jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit können nur dann abgebaut werden, wenn wir uns damit auch als gesamtgesellschaftes Thema auseinandersetzen. Wenn wir uns offen dagegen aussprechen, wenn wir unseren Mund aufmachen und unsere Stimme erheben. Wir alle können unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten. Das sind wir vor allem denen schuldig, die ihre Stimme in ihren Ländern nicht erheben können. Die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität verfolgt werden. 

 

Wir leben im 21. Jahrhundert. Die Welt war noch nie so vernetzt wie heute. Wir müssen begreifen, dass es nicht mehr um die Interessen einzelner Personen oder einzelner Staaten geht, sondern wir uns als Gemeinschaft verstehen müssen, in der alle Menschen, egal welcher Herkunft, ethnischen Zuordnung, Religion oder sexuellen und geschlechtlichen Orientierung, friedlich miteinander zusammen leben.

 

Akzeptanz und das Verständnis für Vielfalt sind Werte, die wir unserer Gesellschaft vermitteln müssen, damit sie unsere Zukunft menschenwürdig weiter gestalten. Nach zwei Jahren Arbeit in und für die Community sind wir sehr dankbar, euch eine Plattform bieten zu können, in der wir alle gemeinsam zusammenhalten, uns austauschen, euch informieren und vernetzen, gemeinsam für unsere Rechte einstehen und aus der auch viele wunderbare Begegnungen und Freundschaften entstanden sind. Aus euren täglichen Nachrichten und unserer vergangenen Umfrage wissen wir, das es vielen von Euch genauso geht. 

 

Und heute ist es wieder an der Zeit, Danke zu sagen. Danke an alle, die an unsere Arbeit glauben, sie mit uns gemeinsam gestalten, uns unterstützen und mit immer frischen Input begeistern. Danke für all Eure Kritik, denn dadurch werden wir daran erinnert, stets wachsam zu bleiben und in unserer Arbeit immer zu besser zu werden. Danke an Deutschlands CSD-Teams, an die vielen tollen Projekte, Vereine und Initiativen in Deutschland und darüber hinaus. Danke an unsere Follower und an unsere Familien und Freunde. Ohne euch, wäre unsere tagtägliche ehrenamtliche Arbeit nicht möglich. Danke für euer Verständnis, dass wir nicht immer zu Spieleabenden oder euren Terrassenpartys kommen können. Sorry, wenn wir manchmal nicht dabei sein können, weil wir bei EiE wieder völlig eingespannt sind. Ja, auch das gehört dazu. Ehrenamt heißt auch immer, Freizeit zu opfern für etwas, woran man glaubt. 

 

Auch im sechsten Jahr unserer Initiative haben wir wieder einige tolle Ideen in Planung. Nach den erfolgreichen CSD-Sommertouren haben wir von ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! wieder so viele Eindrücke sammeln dürfen, tolle Menschen kennengelernt und neue Kooperationspartner gefunden, dass wir euch eines versprechen  können: Wir machen weiter! Selbst wenn auch uns Steine in den Weg gelegt werden. Wir springen drüber und laufen weiter. Wir glauben fest daran, dass wir gemeinsam etwas verändern können. Nach diesem Credo freuen wir uns auf das nächste EiE-Jahr, dass bei uns immer am 31. August beginnt. Bleibt dabei, engagiert euch, werdet aktiv und lasst euch nicht unterkriegen. Jetzt fangen wir richtig an.

 

Unser Dank gilt auch allen Menschen, die sich bis jetzt noch nicht angesprochen fühlen. Hallo, denn ihr seid vermutlich neu bei ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! Herzlich willkommen. Für alle, die uns von Anfang an begleitet haben und jene, die uns heute erst besser kennenlernen, haben wir eine Galerie unserer bisherigen Aktionen zusammengestellt. 

 

Wenn ihr uns in den vergangen fünf Jahren begleitet habt, dann teilt uns gern via support@enough-is-enough.eu mit, wie ihr unsere Aktionen erlebt habt, welche Emotionen sie wecken und welche Kampagnen und Events euch ganz besonders in Erinnerung bleiben. Wir freuen uns auf eurer Feedback und verneigen uns für euer Vertrauen und eure Unterstützung. 

 

Das Team von ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! 

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5 JAHRE ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH!

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