GLOSSARY

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Was bedeutet eigentlich...

Homophobie (von gr. homo: gleich; phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit. Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Sexismus unter den Begriff gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gefasst.

 

Der medizinisch anmutende Begriff Homophobie weist auf Angst als Ursache des ablehnenden Verhaltens und enthält damit gleichzeitig ein Erklärungsmodell. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine phobische Störung im klinisch-psychologischen oder im medizinischen Sinne; der Ausdruck wird vielmehr verwendet, weil er im umgangssprachlichen Sinne auch für Abneigungen aller Art gebraucht wird.

 

Homophobie bezeichnet somit einerseits eine irrationale Angst vor Homosexualität und anderseits den Hass, Ekel und die Vorurteile, welche wiederum Angst und infolgedessen Aggression und Gewalt produzieren. Aus tiefenpsychologischer Sicht handelt es sich bei Homophobie - wie bei Sexismus, Rassismus oder Antisemitismus - um eine meist unbewusste Angst, die eigene Identität in Frage zu stellen. Homophobe Menschen beschäftigen sich häufig exzessiv mit Homosexualität und wollen sie bekämpfen.

 

Die verschiedenen Formen homophober Gewalt (seitens Gesellschaft, Gruppierungen oder Individuen, usw.) müssen als gestörte Verhaltensweisen bezeichnet werden, die ihrerseits Lesben und Schwule in ihrer Entfaltung teilweise massiv beeinträchtigen, und unter denen sich sekundär psychische Störungen entwickeln können.

 

Der Begriff Homophobie wurde 1972 von dem US-amerikanischen Psychotherapeuten George Weinberg in seinem Buch "Society and the healthy homosexual" für die ablehnende Haltung der Gesellschaft zur Homosexualität eingeführt. Die sich in Bürgerrechtsbewegungen organisierenden Lesben und Schwulen haben den Begriff Homophobie bald durch den Begriff Heterosexismus ergänzt, um damit - in Parallele zu Begriffen wir Rassismus und Sexismus - auf eine ausgrenzende soziale und kulturelle Ideologie und auf die institutionelle Unterdrückung nicht-heterosexueller Menschen hinzuweisen.

 

Angst vor Gleichgültigkeit, Monotonie ODER Angst vor Homosexualität ODER Angst, homosexuell zu sein.

 

Text: (c) www.fremdwort.de

Verwendeter Überbegriff für transsexuell, transident, transgender, etc. Das Sternchen hält weitere Möglichkeiten der Beschreibung offen.

 

Text: (c) Lambda e.V.

Bisexuell ist das Adjektiv für Menschen, die mehr als ein Geschlecht lieben und/oder begehren.

 

Text: (c) Lambda e.V.

Heterosexualität bedeutet das Begehren oder die romantische Liebe ausschließlich zum anderen Geschlecht.

 

Text: (c) Lambda e.V.

Genderqueere Menschen lehnen es ab, nur als männlich oder weiblich einsortiert zu werden, weil sich das aus unterschiedlichen gründen für sie richtig anfühlt. Ein Mensch, der sich als genderqueer bezeichnet, kann sich selbst daher als Mann und Frau, weder als Mann noch als Frau oder sich zwischen den Geschlechtern bewegen (genderfluid).

 

Text: (c) Lambda e.V.

Menschen, die sich mit dem bei ihrer Geburt zugeordneten Geschlecht identifizieren, also, z.B. als Baby vom Arzt als weiblich bezeichnet wurden und später, als Mädchen, als Frau leben. Dabei steht "cis" (lat.) für "diesseitig".

 

Text: (c) Lambda e.V.

 

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