Demonstration in Hamburg, Stuttgart, Dresden und Hannover. Gegen Homophobie, Transphobie und Diskriminierung. Es war einmal… ein Bildungsplan. 

 

„Wir verlangen nicht, dass der Bildungsplan 2015 modifiziert wird. Er muss vollständig zurückgezogen werden.“ Dieser Satz aus der Ansprache von Professor Hubert Gindert, Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken, subsumiert das Anliegen der vierten Demonstration gegen den „Bildungsplan 2015“ der baden-württembergischen grün-roten Landesregierung am 28. Juni 2014 in Stuttgart.

 

Gegen diesen „Bildungsplan“ formierte sich im letzten Trimester 2013 ein erheblicher Widerstand. 

 

Was ist falsch an der Förderung und Bildung von Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt? Nichts! Dennoch wird über dieses Ziel aktuell sehr emotional unter anderem in Baden-Württemberg gestritten. Im Mittelpunkt steht dabei der Plan der dortigen Landesregierung, den Bildungsplan zu überarbeiten und unter anderem über das Thema Sexuelle Vielfalt zu informieren und aufzuklären. Die Gegner der Pläne sprechen allerdings von Frühsexualisierung und Bevormundung von Kindern – was nicht nur faktisch falsch ist, sondern auch ganz klar homophobe Ansichten transportiert. Befremdlich ist zudem, dass mitunter auch etablierte Medien diese Sichtweisen mittragen, wie die Berichterstattung der FAZ im Oktober 2014 zeigt. Hier schreibt ein Autor von „Umerziehung der Gesellschaft“ und „Förderung von Kindesmissbrauch“. Gleichzeitig druckt die Zeitung allerdings einen Leserbrief vom SchLAu, einem Aufklärungsprojekt zu lesbischen, schwulen, bi und trans* Lebensweisen für Schulen und andere Einrichtungen, nicht ab.

 

Tatsache ist, dass sexuelle Vielfalt gesellschaftliche Realität ist und eine gute und umfassende Bildung dazu beitragen kann, Akzeptanz zu fördern und letztlich auch schwule, lesbische und trans* Jugendliche wertzuschätzen und auf ihrem Weg zum Erwachsenen zu unterstützen. 

 

Die Bundesländer Bremen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben ihre jeweiligen Bildungspläne teilweise bereits vor Jahren überarbeitet und behandeln das Thema Sexuelle Vielfalt mit dem dazugehörigen Themengebiet Homosexualität als sexuelle Orientierung fächerübergreifend und altersgerecht im Schulunterricht.

 

Und weil wir nicht nur hinterfragen, sondern vor allem handeln wollten, entschlossen wir uns, uns den Demonstrationen in Dresden und Hannover anzuschließen. Wir charterten einen Reisebus, der uns, gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen in die Städte brachte.
 

Am 24.01.2015 ging es zur Kundgebung nach Hamburg. Und am 21.03.2015 sind wir in Stuttgart dabei, wenn es heißt. "STUTTGART IST UND BLEIBT BUNT ". Am 28. Februar 2016 war die Initiative bei der Kundgebung des Bündnis "Vielfalt für alle" und hat eine Rede anlässlich der sogenannten "Demo für alle" gehalten.

ENOUGH is ENOUGH! GEMEINSAM on tour: DEMO

GEMEINSAM ZU DEN KUNDGEBUNGEN "VIELFALT STATT EINFALT" & "VIELFALT FÜR ALLE"

15.11.2014 - Demo "Vielfalt statt Einfalt" in Dresden

22.11.2014 - Demo "Vielfalt statt Einfalt" in Hannover

1/13

24.01.2015 - Demo "Vielfalt statt Einfalt" in Hamburg

© 2013 - 2019 Initiative ENOUGH is ENOUGH! OPEN YOUR MOUTH! 

c/o Projekt 100% MENSCH gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)